Ackerbohne (Vicia faba)

Wo kommt sie vor?

Die Ackerbohne ist eine reine Kulturpflanze. Eine Wildform ist unbekannt und vermutlich ausgestorben. Ihre nächsten Verwandten wachsen im Mittelmeergebiet.

Dort wird sie auch seit mindestens 8000 Jahren vom Menschen genutzt und angebaut. Die ältesten Funde von Bohnensamen stammen aus Nazareth und wurden auf die Zeit um 6500 v. Chr. datiert.

Ackerbohnen brauchen viel Wasser, weswegen sie in Gärten oder auf bewässerten Feldern angebaut wurden. 1

Wofür wurde sie genutzt?

Wie andere Hülsenfrüchte, die im Mittelmeergebiet angebaut wurden, wurde auch die Ackerbohne vielfältig als Nahrungsmittel verwendet.

Gemahlen wurde sie als Mehl für Brot verwendet, gekocht wurde sie z.B. in Eintöpfen gegessen.

Gegessen werden nur die Kerne der Schoten. Getrocknet sind sie lange haltbar.

In der Bibel

Bohnen werden bei der Erzählung über einen Kriegszug Davids im 2. Samuelbuch erwähnt. Zusammen mit anderen Lebensmitteln für Davids Truppe.

Lies es nach: 2 Sam 17

Denk weiter

Bohnen sind eines der ältesten Nahrungsmittel. Lange Zeit lieferten sie zusammen mit anderen Hülsenfrüchten eine wichtige Eiweißquelle für den Menschen, aber auch ein gutes Tierfutter. Dann wurden sie von Soja verdrängt.

Heute rücken sie wieder ins Blickfeld, wenn es um pflanzliche Ernährung aus heimischen Anbau geht – wie so viele alte Pflanzensorten.

Vielleicht hast du ja auch mal Lust „vergessene“ essbare Pflanzen zu entdecken.

  1. Bild 1 – Ackerbohnenpflanze: Von Rasbak – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=116072 ↩︎