Weizen (Triticum sp.)

Wo kommt er vor?

Als Weizen werden verschiedene Arten von Getreidepflanzen bezeichnet.

In biblischer Zeit wuchsen in Israel drei Kultur-Arten: Hartweizen, Emmer und Weichweizen. Hartweizen wurde am häufigsten angebaut.

Eine Urform des Weizens, der Wilde Emmer, kommt im Nahen Osten, auch in Israel, wild vor und wurde vor 8000-9000 Jahren als eine der ersten Pflanzen vom Menschen kultiviert.

Weizen wurde auf unbewässerten Äckern angebaut, braucht aber eine gewisse Menge an Niederschlag. In Israel kam es immer wieder zu Trockenzeiten und somit großen Ernteausfällen. Da Weizen das Hauptnahrungsmittel war, hatte dies Hungersnöte zur Folge.

Ägypten war die Kornkammer seiner Nachbarn, so auch für Israel. Hier konnte der Weizen, bewässert mit Nilwasser, deutlich längere Trockenzeiten überstehen.1

Wofür wurde er genutzt?

Schon die Urformen des Weizens wie der Wilde Emmer wurden als Nahrungsmittel genutzt. Der Mensch wurde unter anderem sesshaft, weil es gelang, Getreide zu züchten.

Der Wilde Emmer hat das Problem, dass seine reifen Ähren abbrechen. So müssen sie mühsam aufgesammelt werden. Leichter ließ sich Emmer ernten, als es vor ca. 8000 Jahren gelang, eine Art mit starken Stängeln zu züchten, die nicht brachen.

Hart- und Weichweizen sind eine weitere „Verbesserung“, die die Verarbeitung erleichtert. Die Grannen sind kleiner oder nicht mehr vorhanden und die Spreu trennt sich beim Dreschen leichter vom Korn.

Aus Weizenkörnern wird Mehl gemahlen, das zum Backen verwendet wird. Weizen wurde aber auch im Ganzen oder in grobe Stücke gemahlen (wie heute Bulgur) gekocht gegessen oder zum Brauen von Bier verwendet.

Stroh diente als Schlafunterlage für Tiere oder in Strohmatratzen für Menschen, sowie als Bau- und Handwerksmaterial.2

In der Bibel

Weizen wird in der Bibel oft erwähnt. Direkt und indirekt. Er ist eine Pflanze, mit der der Reichtum des Landes Kanaan beschrieben wird, nach dem sich das Volk Israel in der Wüste sehnt.

Die Spreu vom Weizen trennen – dieses Sprichwort hat in der Bibel seinen Ursprung. Es wird sowohl die landwirtschaftliche Handlung beschrieben, als auch der Prozess schon als Sprich- und Bildwort verwendet, z.B. von Jesus (Lk 22,31).

Jesus spricht in seinen Gleichnissen und in anderen Bildworten oft vom Weizen. Und er verwendet seine Produkte an prominenter Stelle: bei jedem Mahl, ob bei der Speisung der 5000 oder beim letzten Abendmahl, ist Brot dabei.

Lies es nach: Dtn 8, Mt 26, Joh 12

Denk weiter

Weizen ist bis heute für viele Menschen ein Grundnahrungsmittel.

Auf welche Nahrung könntest du nicht verzichten?

  1. Bild 1 – Hartweizen: Martinarak, CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons ↩︎
  2. Bild 2 – Hartweizenkörner: Zerohund, CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons ↩︎