
Wo kommt sie vor?
Es gibt viele verschiedene Arten von Minzen, die auf der ganzen Welt vorkommen. Da sie sich natürlicherweise gerne untereinander kreuzen, haben sich viele Varianten entwickelt. Von einigen Arten und Kreuzungen wurden viele Sorten vom Menschen gezüchtet.
Minzen brauchen Feuchtigkeit. Je nach Art stehen sie direkt am Wasser. Deswegen waren sie im Israel biblischer Zeit vor allem an den Flüssen, z.B. dem Jordan, oder den Sumpfgebieten der Küstenebene wild zu finden. Vermutlich wurde Minze aber auch schon in bewässerten Gärten angebaut. 1
Pfefferminze war es übrigens nicht. Diese Kreuzung entstand erst im 17. Jh. und wächst nur in gemäßigtem Klima. Aber einer ihrer Vorfahren, die Wasserminze, wuchs in Israel.
Wofür wurde sie genutzt?
Minzen werden als Duft-, Heil-, Gewürz- und Teepflanzen verwendet. Sie werden dafür sowohl wild gesammelt als auch angebaut.
In biblischer Zeit waren Kräuter und Gewürze kostbar und vieles, was wir heute selbstverständlich nutzen, gab es noch nicht. Würzige und kultivierbare Wildkräuter wie die Minze brachten Geschmack in das sonst fade Essen. Dabei haben die Ursprungsarten nicht den kräftig-frischen Menthol-Geschmack der heutigen Pfefferminze, sondern schmecken milder, manche aber auch dumpf und modrig.
Als Heilmittel wurde Minze bei Magen-Darm-Beschwerden und Kopfschmerzen, manche Arten auch als Mittel zur Abtreibung eingesetzt. Ihr Duft sollte blutsaugende Insekten abwehren. 2

In der Bibel
In der Bibel wird Minze nur zweimal erwähnt – beide Male in der gleichen Rede Jesu, die einmal von Lukas und einmal von Matthäus überliefert wurde. Jesus zählt die Minze zusammen mit anderen Pflanzen auf, von denen die Pharisäer einen Teil als Zehnten (so etwas wie Steuern) abgeben. Das zeigt, dass Minze eine Pflanze war, die angebaut wurde.
Lies es nach: Lk 11
Denk weiter
Minze bringt frischen Geschmack – als Kaugummi, in Getränken, selbst in deftigen Speisen wird sie verwendet.
Wo wünscht du dir in deinem Leben eine Frischmacherin wie die Minze?
- Bild 1 – Grüne Minze: Georgfotoart, CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia Commons ↩︎
- Bild 2 – Minztee (Marokkanisches Teetablett): Andy Dincher, CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons ↩︎
