
Wo kommt er vor?
Ursprünglich kommt der Echte Papyrus aus Afrika (z.B. dem Sudan). Seit ca. 3000 v. Chr. wird er in Ägypten genutzt und angebaut. Von dort wurde er auch nach Israel und im Mittelalter bis nach Südeuropa gebracht.
In Israel wuchs er in biblischer Zeit vor allem im nördlichen Jordantal, z.B. in Galiläa, der Heimat Jesu. 1
Wofür wurde er genutzt?
Aus den getrockneten und gepressten Stängeln des Papyrus wurden Schreibblätter und Schriftrollen hergestellt. Auf diesen wurden auch Texte aus der Bibel geschrieben. Im heißen Wüstensand finden Archäologen bis heute immer wieder Überreste von sehr alten Papyri (die Blätter werden auch Papyrus genannt – Mehrzahl: Papyri). 2
Aus Papyrus wurden auch Körbe, Teller und Unterlagen und sogar Boote und Flöße hergestellt.

In der Bibel
In einer sehr bekannten Geschichte der Bibel spielt ein Korb aus Papyrus eine große Rolle: In ihm wird der Mose als Baby in Ägypten von seiner Mutter und seiner Schwester ausgesetzt, um ihn vor der Ermordung durch den Pharao zu beschützen. Ausgerechnet die Tochter des Pharao fischt das Körbchen mit dem Kind aus dem Nil. Als Erwachsener wird Mose die Israeliten aus Ägypten führen.
Lies es nach: Ex 2
Denk weiter!
In der biblischen Zeit musste man sich überlegen: wie lange soll mein Text lesbar sein? Für Notizen verwendete man Wachstafeln, die man später wieder auswischte – ein bisschen, wie heute Chat-Nachrichten, die sich nach dem Lesen löschen.
Für Briefe und alltägliche Texte wählte man Papyrus. Empfindlich, aber dennoch haltbar.
Sollte der Text die Zeiten überdauern wählte man Pergament aus Tierhaut oder meißelte gleich in Stein.
Papyrus ist zwar empfindlich, aber wir können noch heute Texte auf ihm lesen, die über 2000 Jahre alt sind.
Was würdest du aufschreiben, was so lange noch lesbar sein soll?
- Bild 1 – Papyruspflanze: Liné1, CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons ↩︎
- Bild 2 -Papyrus mit der Geschichte vom Letzten Abendmahl aus dem Matthäus-Evangelium : University of Michigan, Ann Arbor Library, Public domain, via Wikimedia Commons ↩︎
